
Nachdem die EU-Kommission den Weg für den Donau-Ausbau zwischen Deggendorf und Vilshofen und damit für den Ausbau des Hochwasserschutzes frei gemacht hat, ist nach Auffassung des bayerischen Umweltministers Thorsten Glauber (FW) jetzt der Bund gefordert. Das Vorhaben zum „sanften Donau-Ausbau und den Grundschutz für ein 100-jährliches Hochwasserereignis“ benötige möglichst schnell abgeschlossene Verfahren, erklärte Glauber laut Mitteilung seines Ministeriums. Der Schutz der Menschen vor einem Hochwasser an der Donau dulde keinen Aufschub. Der Freistaat investiere zum Schutz der Menschen in der Region mehrere hundert Millionen Euro in den Hochwasserschutz. Der zweite Teilabschnitt beim Ausbau müsse nun zügig und tatkräftig realisiert werden, so der Minister.
Da die Europäische Kommission mit einer Stellungnahme Ende Februar 2026 bestätigt hat, dass bei der Ausbaumaßnahme zwischen Deggendorf und Vilshofen unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Auflagen das öffentliche Interesse überwiegt, können die weiteren Planungen des Hochwasserschutzes entlang des zweiten Teilabschnitts in Angriff genommen werden, so das Umweltministerium Bayern. Hintergrund ist das laufende Planfeststellungsverfahren für den Teilabschnitt 2 des Projekts „Ausbau der Wasserstraße und Verbesserung des Hochwasserschutzes Straubing – Vilshofen". Planfeststellungsbehörde ist die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) des Bundes, erläutert das Ministerium. Eine Ausbauerlaubnis für den ersten Teilabschnitt von Straubing nach Deggendorf hatte die Planfeststellungsbehörde im Jahr 2019 erteilt.
Der Freistaat Bayern habe zur Umsetzung des Gesamtprojekts die Wasserbauliche Infrastrukturgesellschaft (WIGES) mit ihren hochqualifizierten Mitarbeitern erworben und in den zurückliegenden Jahren bereits rund 500 Millionen Euro in den vorgezogenen Hochwasserschutz zwischen Straubing und Vilshofen investiert. Aktuell liefen dazu Großprojekte in Niederalteich sowie entlang der Hengersberger Ohe; weitere Projekte unter anderem in Fischerdorf und Winzer seien bereits abgeschlossen.



