Glauber ruft zu sorgsamem Umgang mit Wasser auf

Strategie „Wasserzukunft Bayern 2050“: Trinkwasserversorgung hat Vorrang

Angesichts der aktuellen Hitzewelle hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) zu einem sorgsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. „Wir erleben aktuell einen Hitze-Stresstest für unsere Bäche, Flüsse und Seen und für das Grundwasser. Das gilt speziell für den Norden Bayerns“, erklärte Glauber Anfang Juli laut Mitteilung seines Ministeriums. Im Rahmen der umfassenden Gesamtstrategie „Wasserzukunft Bayern 2050“ arbeite das Umweltministerium daran, die öffentliche Wasserversorgung für die Zukunft aufzustellen, den Wasserrückhalt in der Fläche weiter zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit der Gewässer zu stärken.

Bisher seien keine Versorgungsengpässe für die Trinkwasserversorgung vor Ort bekannt. Auch die Trinkwassertalsperren in Mauthaus und Frauenau könnten zur Wasserlieferung an die Fernwasserversorger herangezogen werden. Für den überregionalen Wasserausgleich arbeite das Überleitungssystem planmäßig, um Wasser aus dem Donaugebiet in das trockene Maingebiet zu leiten. Die staatlichen Wasserspeicher stünden zur Niedrigwasseraufhöhung bereit, wie etwa der Rottachspeicher für die Iller.

Vorhandenes Wasser bestmöglich verteilen

Im Rahmen der umfassenden Gesamtstrategie „Wasserzukunft Bayern 2050“ gelte es, das vorhandene Wasser bestmöglich zu verteilen, so Glauber. Dabei habe die öffentliche Trinkwasserversorgung immer Vorrang. „Wir setzen auf die Zusammenarbeit der Kommunen bei der öffentlichen Wasserversorgung und unterstützen sie bestmöglich. Außerdem arbeiten wir an Plänen für eine bayernweite leistungsfähige Wasserinfrastruktur. Mit neuen Verbünden sollen die einzelnen bestehenden Fernwassersysteme bayernweit vernetzt werden", erklärte der Umweltminister. Das entsprechende Projekt „SüSWasser“ sei auf der Zielgeraden.

Die öffentliche Wasserversorgung basiere in Bayern auf dem Zusammenspiel von prioritären lokalen, ortsnahen Versorgern sowie regionalen Verbünden und der ergänzenden Fernwasserversorgung. Um die Kommunen beim Thema Wasserversorgung zu unterstützen, seien in den zurückliegenden Jahren vom Freistaat die Sanierung von über 1.000 Kilometern Wasserleitungen sowie die Errichtung von rund 400 Kilometer Verbundleitungen zur Sicherstellung der Wasserversorgung in Trockenjahren gefördert worden.

Umweltministerium setzt auf Umsetzung des Wassercents

Daneben setzt das Umweltministerium den Angaben zufolge auf die Umsetzung des Wassercents. „Der Wassercent ist ein wichtiger Baustein für eine gute Wasserzukunft Bayerns. Der Praxischeck ist abgeschlossen und die Grundlagen für die Einführung des Wassercents sind erarbeitet. Wir werden uns dafür einsetzen, dass es jetzt zügig weitergeht", so Glauber. Ziel sei ein unbürokratischer Wassercent mit einfacher Struktur und zweckgebunden verwendeten Einnahmen.          

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