Glauber ruft zu sorgsamem Umgang mit Wasser auf

Angesichts der Trockenheit in Bayern hat Landesumweltminister Thorsten Glauber zu einem sorgsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. Glauber betonte dazu laut Mitteilung seines Ministeriums, dass Klimawandel und seine Folgen eine große Herausforderung seien; die Böden seien bereits stark ausgetrocknet und zahlreiche Gewässer führten Niedrigwasser. Ein sorgsamer Umgang trage dazu, die wertvollste Ressource zu schützen. Anfang Juni zeigten 86 Prozent der Fließgewässermessstellen, 78 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen und Quellen sowie 71 Prozent der Messstellen des tieferen Grundwasserstockwerks niedrige Verhältnisse. An knapp 29 Prozent der beobachteten Seen und Speicher würden für die Jahreszeit niedrige Wasserstände und an rund 18 Prozent sehr niedrige Wasserstände registriert.

Momentan seien keine Versorgungsengpässe für die Trinkwasserversorgung vor Ort bekannt. Auch die beiden Trinkwassertalsperren in Mauthaus und Frauenau werden zur Wasserlieferung an die Fernwasserversorger herangezogen. Für den überregionalen Wasserausgleich arbeite das Überleitungssystem planmäßig, um aktuell rund 15 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Süden in den trockenen Norden zu leiten.

Glauber betonte, Wassersicherheit in allen Landesteilen habe oberste Priorität. „Mit unserer Strategie 'Wasserzukunft Bayern 2050' arbeiten wir an einer Vielzahl konkreter Projekte zur Versorgungssicherheit der öffentlichen Wasserversorgung im gesamten Freistaat.“ Die Vernetzung der einzelnen bestehenden Fernwasserversorgungssysteme sowie die Erschließung neuer Dargebote stünden dabei im Fokus. Aktuell trügen die überregionalen Systeme in Bayern dazu bei, den Trinkwasserbedarf von rund 2,6 Millionen Einwohnern zu decken. Von der Umsetzung weiterer Maßnahmen würden zusätzlich etwa 2,4 Millionen Menschen profitieren.      

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