Größter Oderaltarm im Nationalpark Unteres Odertal wird wieder angebunden

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Im Nationalpark Unteres Odertal wird der größte abgetrennte Oderaltarm an der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße wieder an das Hauptgewässer angebunden. Ziel der Renaturierungsmaßnahme ist es, die Naturnähe der Auenlandschaft zu erhöhen, die ökologische Durchgängigkeit wiederherzustellen und die Lebensraumbedingungen für auentypische Tier- und Pflanzenarten zu verbessern, berichtet das Brandeburger Umweltministerium.

Der Altarm „Welsensee“ südlich von Friedrichsthal war bislang nur einseitig mit der Wasserstraße verbunden. Durch einen Durchstich soll künftig wieder eine dauerhafte beidseitige Durchströmung ermöglicht werden. Davon profitieren unter anderem Fischarten wie Rapfen und Steinbeißer. Gleichzeitig soll die Maßnahme der zunehmenden Verlandung des Altarms entgegenwirken.

Im Zuge des Projekts wird zudem eine neue Insel geschaffen, die als ungestörter Rückzugsraum für Arten wie Biber und Seeadler dienen soll. Die Umsetzung erfolgt durch das Landesamt für Umwelt Brandenburg als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für die Sanierung des Auslassbauwerks am Wrech. Die Planung der Renaturierungsmaßnahme erfolgte in Kooperation zwischen der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und der Nationalparkverwaltung. Die Arbeiten sollen nach Ende der Brutzeit beginnen und bis Ende September abgeschlossen werden.

Die Maßnahme ist Teil des Nationalparkplans und wertet einen nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützten Lebensraum auf. Der Altarm war im Zuge des Ausbaus der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße um 1910 von der Oder abgetrennt worden.

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