Das Landratsamt Oberspreewald-Lausitz hat den Großräschener See teilweise freigegeben. Seit dem 7. August kann der Großräschener Stadtstrand offiziell genutzt werden, teilte die Behörde in Senftenberg mit. Grundsätzlich sei der See als Bergbaugewässer gesperrt, weshalb sich die Erlaubnis auf den 500 m langen Stadtstrand und den Wasserbereich innerhalb der Bojen beschränke.
Damit bekomme das Lausitzer Seenland eine weitere attraktive Möglichkeit für den Sprung ins kühle Nass, sagte Grit Klug, Erste Beigeordnete und Dezernentin für Bau, Ordnung und Umwelt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. „Die Allgemeinverfügung unserer unteren Wasserbehörde steht für sicheres Baden im Strandbereich des Tagebaurestloches“, betonte sie. Im gemeinsamen Zusammenwirken mit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), der Stadt Großräschen und dem brandenburgischen Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) sei die teilweise Freigabe eine richtungsweisende Entscheidung und ein weiteres positives Zeichen für das Seenland insgesamt.
Die LMBV habe im Vorfeld alles unternommen, um die geotechnische Sicherheit und die notwendige Wasserüberdeckung im Betriebsgewässer zu ermöglichen, erklärte Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz. Dies alles passiere am vormaligen Restloch des Tagebaus Meuro noch unter dem Bergrecht.
Es bleibe das Ziel der LMBV, die derzeitigen Zwischennutzungen im Jahr 2026 in dauerhaft sichere Nutzungen zu überführen, wenn auch die bergtechnische Sanierung am und um den benachbarten Sedlitzer See vor dem Abschluss stehen wird. „Dann werden auf einem Wasserspiegel-Niveau ausgespiegelt gemeinsam vier Bergbaufolgeseen mit rund 4.000 Hektar für die Einheimischen und Touristen zusammenhängend zur Nutzung bereitgestellt“, kündigte Richter an.




