Vor dem Hintergrund eines Starkregenereignisses, bei dem am 12. Juli gerade im Süden von Leipzig Wasser und Klärschlamm aus der Kanalisation nach oben gedrückt wurden und darauffolgend ganze Keller und Straßenzüge vollliefen, fordert die Grünen-Stadtratsfraktion in einer Mitteilung mehr Geschwindigkeit bei der Umsetzung der Schwammstadt. Es sei notwendig, dass die Stadtverwaltung ihr Handeln beschleunigt und das Schwammstadtkonzept prioritär behandelt.
Jürgen Kasek, der umwelt- und klimapolitische Sprecher der Fraktion, erklärte, dass derartige Wolkenbrüche immer stärker auftreten würden. Die Erneuerung und Anpassung des Rohrleitungssystems müsse beschleunigt umgesetzt werden: „Vor dem Hintergrund der jüngsten Vorkommnisse brauchen wir außerdem mehr entsiegelte Flächen innerhalb der Stadt, die Starkregen besser aufnehmen können. An unversiegelten Flächen mangelt es im gesamten Stadtgebiet. Hierzu liegen bereits verschiedene Beschlüsse vor, die jedoch bisher noch nicht ausreichend umgesetzt wurden.“ Die Folgen von Starkregenereignissen in Leipzig insbesondere in den tiefer liegenden Stadtteilen seien der Bevölkerung nicht zuzumuten, so Kasek.
Bereits im Herbst 2023 hat die Stadt Leipzig das Lenkungsnetzwerk Wassersensible Stadtentwicklung gegründet. Es hat fünf verbindliche Schwerpunkte definiert, die als Handlungsgrundlage dienen sollen: Klimaresilienz, Gewässer und Grundwasser, nachhaltige Wasserbewirtschaftung, blau-grüne Infrastruktur und eine geringe Versiegelung. Das teilte die Stadt damals mit.




