Hamburg: Meldeportal hilft dem Gewässerschutz

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Um die Auswirkungen des Klimawandels auf die städtische Natur in Hamburg genau zu erfassen, setzt die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) auch in diesem Jahr auf die Mithilfe der Hamburgerinnen und Hamburger: Das erfolgreiche Meldeportal „Trockener Bach“ ist wieder online, wie die Behörde Ende Mai mitteilte. Die gesammelten Daten helfen der BUKEA nach eigenen Angaben dabei, langfristige Trends zu erkennen und passgenaue Maßnahmen zum Schutz von Gewässern und Biotopen zu entwickeln.              

Mit dem Portal „Trockener Bach“ biete die BUKEA seit 2023 ein einfaches Werkzeug, mit dem alle Hamburgerinnen und Hamburger Beobachtungen zu niedrigen Wasserständen oder ausgetrockneten Gewässerabschnitten unkompliziert und anonym melden können. „Der Klimawandel findet direkt vor unserer Haustür statt – das zeigt sich auch an unseren Gewässern. Wenn Bäche und Flüsse im Frühjahr und Sommer trockenfallen, ist das ein Alarmsignal für unsere wertvolle Stadtnatur“, erklärte Katharina Fegebank, Senatorin für Klima, Umwelt, Energie und Agrarwirtschaft. Um die Gewässer gezielt zu schützen und an die Klimafolgen anzupassen, sei ein klares Bild der Lage notwendig. Das Meldeportal sei gelebter Gewässerschutz zum Mitmachen und helfe  dabei, eine verlässliche Datenbasis für den Schutz der Ökosysteme zu schaffen.

Die Behörde verweist darauf, dass laut den aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Februar zwar noch rund 19 Prozent mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel fiel, der März mit minus 18 Prozent und der April mit minus 60 Prozent weit hinter den durchschnittlichen Regenmengen zurückblieben. Diese anhaltende Trockenheit setze Flüsse, Bäche und Seen in der Stadt unter großen Stress. Sie sind der Lebensraum zahlreicher Tiere und Pflanzen, die bei Niedrigwasser akut gefährdet sind, so die Behörde.

Dass die Hamburgerinnen und Hamburger ein großes Interesse am Zustand ihrer Gewässer haben, zeige die rege Beteiligung im vergangenen Jahr 2025. Insgesamt seien 77 Beiträge und 23 Kommentare im Portal erfasst worden. In 52 Prozent der Meldungen seien konkret trockengefallene Gewässerabschnitte gemeldet worden. Vor allem Bürgerinnen und Bürger (65 Prozent) sowie direkte Gewässeranlieger (18 Prozent) nutzten das Portal. Die Meldungen verteilten sich auf zwölf Gewässereinzugsgebiete; die meisten Hinweise betrafen die Einzugsgebiete der „Wandse“ mit 18 Beiträgen sowie von „Tarpenbek und Kollau“ mit 16 Beiträgen.

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