Rund 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr werden ab sofort in Ristedt ins Netz des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) eingespeist. Sie stammen aus dem Wasserwerk der Harzwasserwerke in Ristedt, einem kleinen Ort im Bassumer Stadtgebiet, und entlasten das OOWV-Netz im Landkreis Diepholz, wie die Harzwasserwerke Ende Januar mitteilten. Das im Landkreis Diepholz geförderte Grundwasser bleibe dabei im Landkreis und stütze dort die Trinkwasserversorgung. Vor allem die Städte Bassum und Twistringen, aber auch Teile der Gemeinde Stuhr würden von den zusätzlichen Wassermengen profitieren.
Als Körperschaft öffentlichen Rechts und kommunal bestimmter Verband habe der OOWV eine wesentliche Gemeinsamkeit mit den Harzwasserwerken, die den Angaben zufolge rund 70 Kommunen und Wasserversorgerzwischen Göttingen, Wolfsburg und Bremen mit Trinkwasser beliefern und sich mehrheitlich im kommunalen Besitz befinden. Beide Versorger stünden also für die öffentliche kommunale Wasserversorgung im Nordwesten.
„Um die Wasserversorgung für künftige Generationen zu sichern, müssen wir eine Reihe gemeinsamer Herausforderungen bewältigen, etwa die Anpassung unserer Infrastruktur an den Klimawandel und seine Folgen wie zunehmende Hitzetage und Starkregenereignisse“, sagte OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Harzwasserwerke ist. Die neue Versorgungsleitung schaffe hier Entlastung, wirke sich über das Verbundnetz auch auf andere OOWV-Wasserwerke aus und verbessere so insgesamt die Versorgung in Zeiten hoher Wasserabgaben. Direkt entlastet werde das bisher in den Landkreis Diepholz liefernde Wasserwerk Harpstedt, indirekt auch die Wasserwerke Wildeshausen über das Speicherpumpwerk Havekost und Großenkneten.
Die zusätzliche Anbindung an das über 400.000 Menschen versorgende, größte der vier Grundwasserwerke der Harzwasserwerke setzt für deren Technischen Geschäftsführer Hendrik Rösch ein Erfolgsmodell fort: „Das Trinkwasserverbundsystem trägt wesentlich zur Versorgungssicherheit bei und vereinigt die Vorteile ortsnaher Versorgung mit denen des überregionalen Ausgleichs.“




