Hitze und Trockenheit belasten Gewässer in Baden-Württemberg

Auch im Jahr 2025 setzte sich in Baden-Württemberg der Trend zu überdurchschnittlich hohen Temperaturen fort. Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag bei 9,8 °C und damit 1,9 °C über dem Mittelwert der Referenzperiode 1961 bis 1990. Sämtliche Monate des Jahres waren wärmer als die jeweiligen Vergleichswerte, besonders der Juni fiel mit hohen Temperaturen und einer Hitzewelle auf. Eine längere Trockenphase führte zudem zu niedrigen Wasserständen, geht aus einer Mitteilung des Landesumweltministeriums anlässlich der Veröffentlichung des klimatischen Jahresrückblicks der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) hervor.

LUBW-Präsident Ulrich Maurer erklärte dazu: „Im Jahr 2025 gab es landesweit 16 Heiße Tage mit 30 Grad Celsius oder mehr. Das sind viermal so viele wie im Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Gleichzeitig gab es weniger Frost- und Eistage als früher. Das zeigt deutlich: Extreme Hitze tritt immer häufiger auf, strenge Kältephasen werden seltener. Der Erwärmungstrend in Baden-Württemberg setzt sich fort.“

In der ersten Jahreshälfte gab es nach weiteren Angaben des Umweltministeriums in Baden-Württemberg eine ausgeprägte Trockenphase. Insbesondere das Frühjahr wies deutlich zu wenig Niederschläge auf. Das führte bereits früh im Jahresverlauf zu Niedrigwasser in vielen Fließgewässern des Landes. Schon ab Mai befanden sich über die Hälfte der Pegel des Niedrigwasser-Informationszentrums Baden-Württemberg mindestens in der Vorstufe Niedrigwasser. Im Juni und Juli lagen zeitweise über 60 Prozent dieser Pegel in den Klassen „sehr niedrig“ oder „extrem niedrig“. Die Niedrigwasserlage hielt über mehrere Monate an. Der Gemeingebrauch von Oberflächengewässern wurde teilweise eingeschränkt, Schiffe konnten nicht wie gewohnt verkehren. Erst ab Ende Juli sorgten wiederkehrende Niederschläge für eine spürbare Entspannung der Situation.

Auch die Gewässer reagierten auf die hohen Temperaturen und das Niedrigwasser. Während der sommerlichen Hitzeperioden erreichten die Wassertemperaturen im Rhein bei Karlsruhe Spitzenwerte von bis zu 27 °C. Solche hohen Temperaturen stellen insbesondere in Kombination mit niedrigen Abflüssen eine Belastung für aquatische Lebensgemeinschaften dar und verändern langfristig die ökologischen Rahmenbedingungen in Flüssen und Seen.

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