In Döbeln im Landkreis Mittelsachsen ist Ende März ein weiterer Bauabschnitt der neuen Hochwasserschutzanlage fertiggestellt worden. Zudem gab Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) gemeinsam mit Oberbürgermeister Sven Liebhauser und dem Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung (LTV), Eckehard Bielitz, den Startschuss für den Baubeginn des nächsten Abschnitts, wie das Umweltministerium mitteilte. Die von der LTV Sachsen im Herbst 2023 begonnene Maßnahme im Bereich der Wappenhenschanlage sei Teil des komplexen Gesamtprojekts zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Freiberger Mulde.
Im Zuge der Baumaßnahme wurde dem Ministerium zufolge eine rund 200 Meter lange Hochwasserschutzwand zwischen Klinikum und Oberbrücke errichtet. Zudem seien die Uferbereiche erosionssicher gestaltet worden. Die Kosten von rund zehn Millionen Euro für die insgesamt drei Bauabschnitte werden finanziert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und kofinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Beim Augusthochwasser 2002 sei fast die Hälfte des bebauten Stadtgebietes von Döbeln überschwemmt worden. Die Innenstadt stand teilweise mehr als 3,50 Meter unter Wasser, 37 Häuser mussten abgerissen werden. Der Gesamtschaden lag bei über 150 Millionen Euro sowie im Jahr 2013 bei 86 Millionen Euro. Nach dem Hochwasser 2002 ließ der Freistaat Hochwasserschutzkonzepte für alle Fließgewässer I. Ordnung erstellen – darunter auch für die Mulden. Bei dem Projekt „Freiberger Mulde, Hochwasserschutz Döbeln“, dem eine hohen Dringlichkeit zugeordnet sei, handelt es sich den Angaben zufolge um eines der anspruchsvollsten und aufwändigsten innerstädtischen Hochwasserschutzvorhaben in Sachsen.
Die ersten Vorplanungen für die Hochwasserschutzanlage begannen den Angaben zufolge im Jahr 2004. In das Projekt würden von der EU, dem Bund und dem Freistaat Sachsen insgesamt rund 95 Millionen Euro investiert.




