Die am Main liegende bayerische Gemeinde Kemmern ist künftig vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt. Nach drei Jahren Bauzeit sind verschiedene Hochwasserschutzmaßnahmen nun erfolgreich abgeschlossen, berichtet das Umweltministerium. Kern des Projekts ist die Nachrüstung der bestehenden Schutzbauwerke auf den neuesten Stand der Technik.
Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) erklärte bei der offiziellen Einweihung: „Die bestehenden Schutzanlagen in Kemmern haben sich bereits mehrfach bewährt. Mit Erhöhung und Nachrüstung der Deiche auf den aktuellen Stand der Technik handeln wir jetzt vorausschauend.“
Die Deiche sind nach Angaben des Ministeriums auf bis zu 3,5 m erhöht. Ergänzend sind statisch wirksame Innendichtungen eingebaut, um Deichbrüche bei extremen Hochwassern zu verhindern. Die Binnenentwässerung ist durch vier neue Schachtpumpwerke sowie die Erneuerung des Schöpfwerks und eines Notstromaggregats modernisiert. Die Schutzmaßnahmen sichern rund 2.000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie bedeutende Infrastruktur wie Grundschule, zwei Kindertagesstätten, Rathaus und örtliche Gewerbebetriebe.
Die Gesamtkosten in Höhe von rund 9,4 Mio. Euro teilen sich der Freistaat Bayern und die Gemeinde. Sie werden mit EU-Mitteln durch das Programm IBW/EFRE – „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum" kofinanziert. Der Freistaat Bayern hat die Maßnahme mit 4,1 Mio. Euro unterstützt.




