Hochwasserschutzprojekt an der Pegnitz in Rückersdorf gestartet

Mit der Errichtung einer Hochwasserschutzwand und dem Bau eines neuen Pumpwerks wird die Gemeinde Rückersdorf künftig besser vor Hochwassergefahren durch die Pegnitz geschützt. „Mit den neuen Schutzanlagen wird künftig die Gemeindefläche, darunter zahlreiche Wohngebäude und das Feuerwehrhaus, vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt“, erklärte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) beim offiziellen Startschuss für die Baumaßnahme, die ein Volumen von rund 3,5 Mio. Euro hat. Bereits im Sommer nächsten Jahres sollen die Schutzeinrichtungen in Betrieb genommen werden.

Die geplante Hochwasserschutzanlage umfasst nach Angaben des Landesumweltministeriums die Errichtung einer 300 m langen Hochwasserschutzwand und den Bau eines Pumpwerks mit zugehöriger Trafostation für die Stromversorgung. Die Schutzanlagen sollen künftig rund 4,5 ha der Gemeindefläche vor einem hundertjährlichen Hochwasserereignisse inklusive eines Klimazuschlags von 15 Prozent schützen. Um im Hochwasserfall einen möglichen Anstieg des Grundwasserspiegels bis über die Geländekante zu verhindern, ist entlang der Schutzbauwerke zusätzlich eine Sickerwasserleitung vorgesehen. Sie fasst das ansteigende Grundwasser sowie anfallendes Niederschlagswasser und führt es dem geplanten Pumpwerk zu. Im Pumpwerk sind drei Rohrschachtpumpen mit einer Förderleistung von bis zu 1.700 l pro Sekunde vorgesehen. So werde künftig ein Hochwasserrückstau in den gemeindlichen Mischwasserkanal vermieden.

Das Hochwasserschutzprojekt ist ein Gemeinschaftsprojekt des Freistaates Bayern und der Gemeinde Rückersdorf. Die Gemeinde wird die Hochwasserschutzanlage nach der Inbetriebnahme im Sommer 2026 übernehmen, heißt es weiter.

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