Hochwasserschutzprojekt Rhesi startet Genehmigungsphase

Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi (Hochwasserschutz fürs Rheintal) am Alpenrhein hat nach aktuellen Angaben der Internationalen Rheinregulierung einen zentralen Meilenstein erreicht. Nach rund 15 Jahren Planung wurden die Unterlagen in Österreich zur Genehmigung eingereicht und in der Schweiz in die Vorprüfung übergeben. In Österreich startet damit das Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP), während im Kanton St. Gallen die Vorprüfung für die spätere so genannte öffentliche Auflage beginnt. Das Projekt wurde erforderlich, nachdem bereits 2005 festgestellt worden war, dass die Abflusskapazität des Alpenrheins auf den rund 26 Kilometern zwischen der Illmündung (Höhe Feldkirch/Rüthi) und dem Bodensee für extreme Hochwasserereignisse nicht mehr ausreicht. Ein 300-jährliches Hochwasser könnte nach Angaben der Projektpartner rund 300.000 Menschen gefährden und Schäden in Höhe von bis zu 14 Mrd. Euro verursachen.

Rhesi gilt zugleich als eines der größten Hochwasserschutzprojekte Österreichs und als größtes Renaturierungsprojekt Europas. Die Abflusskapazität soll um rund 40 Prozent auf 4.300 Kubikmeter pro Sekunde erhöht werden. Nach Angaben des österreichischen Umweltministeriums investiert Österreich rund 820 Mio. Euro in das Vorhaben. In der Schweiz wird für das Projekt ein eigenes „Rhesi-Gesetz“ angewendet, mit dem kantonale und kommunale Verfahren gebündelt werden. Erfahren Sie mehr.........

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