Höhere Wasserentgelte und Strukturreformen könnten Wasserknappheit an der Spree senken

Claudia Kemfert: „Es ist jetzt an der Politik, Fehlanreize zu korrigieren“

Eine einheitliche Erhöhung der Wasserentnahmeentgelte auf das Niveau des Berliner Grundwasserpreises könnte die Wassernachfrage in den betroffenen Ländern Berlin, Brandenburg und Sachsen um bis zu 16 Prozent senken und damit die Wasserknappheit entlang der Spree verringern. Der Braunkohletagebau in der Lausitz hat lange Grundwasser in die Spree gepumpt. Da diese Wassereinspeisungen in den 2030er Jahren mit dem Ende der Braunkohleverstromung wegfallen, drohen Wasserkonflikte für die Spree-Anrainer.

Forschende des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Technischen Universität Berlin (TU) haben in verschiedenen Szenarien berechnet, um wie viel die Wassernachfrage durch verschiedene Erhöhungen der Wasserentgelte zurückgehen könnte. Am meisten Wasser würden in allen Szenarien Energieversorger, Industrie und Gewerbe einsparen, berichtet das DIW.

Eine drastische Reduzierung der Wassernachfrage durch höhere Preise kombiniert mit Maßnahmen auf der Angebotsseite könnte eine umstrittene technische Lösung hinfällig machen. Derzeit wird diskutiert, große Mengen von Elbwasser in die Spree umzuleiten, wodurch die Wasserknappheit lediglich von der Spree in die Elbe verlagert würde. Erfahren Sie mehr........

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