IKSR sieht bei Mikroverunreinigungen im Rhein Fortschritte – weiterer Handlungsbedarf bleibt

Monitoring- und Bewertungssystem grundsätzlich bewährt

Um das im von der Rheinministerkonferenz im Februar 2020 im Programm „Rhein 2040“ festgelegte Ziel zu erreichen, dass Einträge von Mikroverunreinigungen bis 2040 um mindestens 30 Prozent reduziert werden sollen, sind trotz positiver Entwicklungen insbesondere bei den Kläranlagen weitere Anstrengungen für alle Emissionsbereiche notwendig. Das geht aus dem ersten Zwischenbericht zur Überprüfung des 30 Prozent-Reduktionsziels hervor, den die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) jetzt vorgelegt hat. So habe sich das Monitoring- und Bewertungssystem grundsätzlich bewährt. Einzelne Anpassungen wurden vorgenommen, aber die Datenlage soll in den kommenden Jahren deutlich verbessert werden.

Um das Ziel regelmäßig überprüfen zu können, wurde ein Monitoring- und Bewertungssystem erarbeitet und 2022 veröffentlicht. Es sieht die Überwachung von über 50 Stoffen, die repräsentativ für Schadstoffe in der Umwelt sind, in einem jährlichen Rhythmus vor. Am Rhein und seinen großen Nebenflüssen werden an zwölf Messstellen die Stoffe aus den Emissionsbereichen Kläranlagen und Industrie gemessen. Für den Emissionsbereich Landwirtschaft wurden weitere über 50 Messstellen an kleineren Zuflüssen festgelegt. Der im Dezember 2025 veröffentlichte IKSR-Fachbericht Nr. 312 ist der erste Zwischenbericht für den Zeitraum 2016 bis 2023. Ziel des Berichts sind die Ermittlung von Trends und die Überprüfung der Methodik.

„Erste Trends zeigen: die Staaten im Rheineinzugsgebiet sind bei der Reduktion von Mikroverunreinigungen auf dem richtigen Weg. Sie müssen nun weitere Maßnahmen ergreifen, um das Reduktionsziel bis 2040 zu erreichen“, stellt IKSR-Präsidentin Miriam Haritz fest. Hier geht es weiter.........

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