Klimaanpassung ist eine Mammutaufgabe für viele Städte, Gemeinden und Landkreise, weil sie weitreichende Herausforderungen für kommunale Planungsabläufe und Strukturen mit sich bringt. Das sagte Thomas Friedrich, Projektleiter vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, anlässlich der Vorstellung der Kommunalbefragung, die das ISOE im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt hat.
Ein Großteil der Verantwortlichen in den Kommunen spürt demnach die Folgen des Klimawandels. Fast zwei Drittel der Befragten schätzen den Handlungsbedarf für Klimaanpassungsmaßnahmen in den kommenden zehn Jahren als hoch oder sehr hoch ein. Die Anstrengungen werden umso höher eingeschätzt, je größer die Kommune ist. Vielfach fehlt es ihnen für die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten oder die Planung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen nach eigenen Angaben noch an spezifischem Wissen, Ressourcen oder Unterstützung.
Für die Kommunalbefragung zur Klimaanpassung wurden mehr als tausend Städte, Landkreise und Gemeinden befragt. Damit liegt nach Angaben des ISOE der aktuell umfassendste Datensatz zum Stand und Fortschritt der Klimaanpassungsmaßnahmen in deutschen Kommunen vor.
Besonders überraschend fand Friedrich, dass es gelungen sei, mit der Umfrage auch diejenigen Kommunen zu erreichen, die sich bei der Klimaanpassung gerade erst auf den Weg gemacht haben. Das seien insbesondere kleinere und mittlere Städte und Gemeinden, die in ähnlichen Kommunalbefragungen bisher meist unterrepräsentiert waren.
Lesen Sie, was Friedrich außerdem zu den Umfrageergebnissen sagt..........




