Klimaresilienz der Wasserwirtschaft liegt im Mittelfeld – strukturelle Reformen erforderlich

DVGW-Index zeigt Stärken bei Robustheit und Anpassungsgrad

Der erstmals erhobene Klimaresilienz-Index Wasser des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) zeichnet ein differenziertes Bild der Widerstandsfähigkeit der Branche gegenüber den Folgen des Klimawandels. Demnach liegt die Robustheit und der Anpassungsgrad der Wasserversorgungsunternehmen (WVU) insgesamt im mittleren bis hohen Bereich – dennoch gibt es deutliche Schwachstellen. „Von einer soliden Ausgangslage kann keine Rede sein, denn einzelne Bereiche stehen erheblich unter Druck“, warnt DVGW-Vorstand Wasser Wolf Merkel.

Besonders kritisch bewertet werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Handlungsfähigkeit der Unternehmen sowie das künftig erwartete Risikopotenzial. „Diese Felder weisen auf strukturelle Defizite hin, die nicht allein durch technische Maßnahmen, sondern vor allem durch politische, administrative und finanzielle Reformen adressiert werden müssen“, so Merkel. Laut Befragung sind langwierige Genehmigungsverfahren ein noch größeres Hindernis als die Abstimmung von Versorgungskonzepten oder die öffentliche Akzeptanz. Viele WVU hätten bereits Anpassungsmaßnahmen ergriffen, würden jedoch durch fehlende Ressourcen, komplexe Verfahren und mangelnde Koordination gebremst.

Für Politik, Verwaltung und Praxis ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag: Die Resilienz der öffentlichen Wasserversorgung muss systematisch gestärkt werden – durch Investitionen, vereinfachte Verfahren, bessere Koordination und vorausschauende Planung. Hier geht es weiter........

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