"Kostendeckung bei allen Nutzern voll durchsetzen"

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Die Notwendigkeit einer vollständigen Kostendeckung für Wasserdienstleistungen bei allen Nutzergruppen hat EUREAU-Präsident Carl Emil Larsen auf einem Workshop des EP-Umweltausschusses am Donnerstag betont. Klar sei, dass alle Verbraucher in Europa für Wasser zahlen müssten. Wahrscheinlich werde es aber darauf hinauslaufen, dass es unterschiedliche Wasserabgaben für unterschiedliche Nutzergruppen geben werde.

Nachhaltige Wasserabgaben müssten auch Abschreibungen, Kosten für Instandhaltung und Erneuerung sowie zukünftige Investitionen enthalten, unterstrich Larsen. Um realistische Modelle für eine nachhaltige Kostendeckung für Wasser- und Abwasserdienstleistungen in den Mitgliedstaaten zu entwickeln, bedürfe es zunächst einer bessern Kenntnis der aktuellen Situation. Nach Ansicht von Larsen ist das von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelte „3-T-Modell“ (tariffs, taxes and transfer), das die drei Finanzierungssäulen für die Wasserversorgung (Abgaben, Steuern und Transfers) berücksichtigt, geeignet, um mehr Transparenz herzustellen. EUREAU habe auf Basis des 3-T-Modells einen Leitfaden zur nachhaltigen Wasserfinanzierung entwickelt, der auf dem Weltwasserforum kommende Woche in Marseille vorgestellt werden soll.
Der vollständige Bericht erscheint in Ausgabe 11/2012 von EUWID Wasser und Abwasser. Die wöchentlich erscheinende Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

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