Land fördert naturnahe Gewässerentwicklung des Neckars in Mannheim

Die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) hat kürzlich einen Förderbescheid zur naturnahen Gewässerentwicklung des Neckars an die Stadt Mannheim übergeben. Das Land unterstützt das Vorhaben mit knapp 11,51 Mio. Euro. „Rund 100 Jahre lang war der Neckar im Bereich der Stadtstrecke Mannheim als Schifffahrtskanal verbaut. Am und im Wasser gibt es daher nur eine geringe Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Durch das einzigartige Großprojekt der naturnahen Entwicklung des Neckars soll sich diese Situation stark verbessern“, erklärte die Ministerin. Gefördert werde die Revitalisierung des Flusses auf einer Gesamtlänge von über drei km einschließlich einer Auenentwicklung.

Im Rahmen der Bundesgartenschau 2023 wurden nach Angaben des Landesumweltministeriums bereits die ersten beiden Bauabschnitte umgesetzt. Nur ein Jahr nach der Umsetzung des ersten Revitalisierungsabschnitts am Neckar seien bereits deutliche Erfolge und positive Entwicklungen zu sehen. So seien viele heimische Fische wie beispielsweise die Arten Barbe und Nase gesichtet worden. Auch verschiedene Libellenarten haben die neu geschaffenen Lebens­räume am Fluss kurz nach der Fertigstellung der Uferabflachung sehr gut angenommen.

Mit dem sich nun anschließenden dritten Bauabschnitt werde am Neckar der größte zusammenhängende Revitalisierungsabschnitt an der Fließstrecke weiter umgesetzt und die Schaffung von bedeutenden und ungestörten Biotopen weiter ermöglicht. So sollen beispielsweise Stillgewässer, eine Insel und unzugängliche Bereiche entstehen, die Amphibien und Vögel einen Rückzugsraum bieten. Das Projekt am Neckar in Mannheim sei eine einmalige Chance, großflächige Lebensräume für standorttypische Tiere und Pflanzen einer früheren Neckaraulandschaft im innerstädtischen Raum zu schaffen.

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