Land Hessen fördert Bau eines Polders im Liederbach

Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes am Liederbach hat Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) der Stadt Kelkheim (Taunus) einen Förderbescheid für einen Polder in Höhe von 871.000 Euro übergeben. Laut einer Mitteilung des Ministeriums wurden zur Reduzierung der Hochwassergefahr vom Abwasserverband Main-Taunus bereits mehrere Hochwasserschutzkonzepte erstellt. Mit dem Polder Liederbach werde ein Teil dieser Konzepte umgesetzt und eine erhebliche Verbesserung der Hochwassersituation in Kelkheim, Liederbach und den westlichen Vororten von Frankfurt erreicht.

Der Polder Liederbach dient dem Ausgleich von Retentionsraum, der durch aktuelle und durch vorangegangene wasserbauliche Maßnahmen am Liederbach verlorengegangen ist. Das Bauwerk entsteht am Ortsausgang Kelkheim in Richtung Niederhofheim. Es besteht aus zwei Becken, die sich bei größeren Hochwasserereignissen selbständig füllen und auch zeitversetzt wieder leeren. So entsteht ein Rückhaltevolumen von 11.215 m³. Die Planung sieht vor, keine rein technischen Hochwasserrückhalteräume zu bauen, sondern eine landschaftsharmonische Gestaltung der Hochwasserräume mit gewässerökologischer Funktion zu schaffen.

Die Investitionskosten liegen insgesamt bei rund 1,18 Mio. Euro, die Förderquote beträgt fast 74 Prozent. „Die Hessische Landesregierung hat in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt über 15 Mio. Euro pro Jahr an staatlichen Mitteln in den Hochwasserschutz investiert“, erklärte Hinz.

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