Landesgelder für die Modernisierung der Kläranlage in Dessau

Mit finanzieller Unterstützung durch das Umweltministerium Sachsen-Anhalt macht die Stadt Dessau-Roßlau die zentrale Kläranlage fit für die Zukunft. Für rund 2,72 Mio. Euro soll die Schlammentwässerungsanlage erneuert werden, um CO2- Ausstoß, Betriebskosten und Transportaufwand zu reduzieren. Die Investition zur Steigerung der Energieeffizienz wird vom Land mit rund 1,09 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt, teilte das Ministerium. Den Förderbescheid hat Staatssekretär Steffen Eichner (SPD) jetzt an Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Robert Reck und den Geschäftsführer der Stadtwerke Dessau, Dino Höll, überreicht.

Die Kläranlage wird durch die Stadtwerke-Tochter DESWA (Dessauer Wasser- und Abwasser GmbH) betrieben. Die Schlammentwässerung stammt aus dem Jahr 1997; sie soll bis 2026 auf energetisch hocheffiziente Hochleistungszentrifugen umgestellt werden, die zudem für einen höheren Entwässerungsgrad des Klärschlamms sorgen. Darüber hinaus wird eine Siloanlage mit Verladestation errichtet, wodurch Klärschlammtransporte um rund 30 Prozent reduziert werden und der Kraftstoffverbrauch sinkt. Während der gesamten Bauzeit kann die bestehende Schlammentwässerung ohne Einschränkungen weiter betrieben werden.

Eichner erklärte: „Diese Investition in die Zukunft schützt das Klima und senkt zugleich die Betriebskosten, wovon auch die Menschen vor Ort profitieren. Deshalb unterstützen wir die Erneuerung der Schlammentwässerungsanlage sehr gern.“

Die zentrale Kläranlage Dessau (Am Kornhaus) wurde laut dem Umweltministerium bereits im Jahr 1975 errichtet und 1994 umfassend modernisiert. Seit 1997 hat das Land Sachsen-Anhalt 31 Vorhaben zur abwasserseitigen Erschließung der Stadt Dessau-Roßlau mit insgesamt rund 5,4 Mio. Euro gefördert. Derzeit sind in der Doppelstadt etwa 99 Prozent der Privathaushalte und Unternehmen an die öffentlichen Anlagen zur Abwasserbeseitigung angeschlossen.

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