Linken-Fraktion im Bundestag für PFAS-Verbot in Lebensmitteln und Verursacherprinzip

BDEW: Hauptaufnahmepfad von PFAS für Menschen stellt die Nahrung dar

Die Fraktion Die Linke im Bundestag will Ewigkeitschemikalien in Lebensmitteln verbieten und hat dazu jetzt einen Antrag vorgelegt (Drs. 21/5762). Wie es darin heißt, gelangen die per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), eine Gruppe von über 10.000 künstlich hergestellten Verbindungen, die extrem stabil und in der Natur kaum abbaubar sind, in der Nahrungsmittelkette über kontaminierte Böden und Bewässerungswasser direkt in Nutzpflanzen und Nutztiere. Gemüse, Getreide, Fleisch, Fisch und Milchprodukte von belasteten Standorten weisen demnach messbare PFAS-Konzentrationen auf.

Die Antragsteller verweisen auf das Forever-Pollution-Project, das in Europa rund 23.000 PFAS-kontaminierte Standorte identifiziert habe, darunter auch landwirtschaftliche Nutzflächen. Besonders gravierend sei die Situation in Mittelbaden/Rastatt (EUWID 17.2026), wo rund 1.100 Hektar Ackerboden durch PFAS-haltige Papierschlämme kontaminiert sind und Lebensmittel von diesen Flächen erhöhte PFAS-Gehalte aufweisen. Die gesundheitlichen Folgen seien wissenschaftlich eindeutig belegt.

Die Abgeordneten fordern die Bundesregierung unter anderem auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die landwirtschaftliche Nutzung PFAS-kontaminierter Böden oberhalb wissenschaftlich abgeleiteter Grenzwerte untersagt und betroffene Betriebe vollständig entschädigt. Hier geht es weiter.........

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