Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) will mehr Sachlichkeit in die Diskussion zur Tiefengeothermie bringen. „Erdwärme ist ein umweltverträglicher Energieträger und kann einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten“, sagte der Minister am Dienstag in Erfurt. Erdwärme habe einen geringen Flächenverbrauch, stehe als grundlastfähige Energieform unabhängig von Tageszeit und Wettereinflüssen zur Verfügung und könne einen erheblichen Teil des Energiebedarfs auch in Thüringen decken. „Diese Potentiale sollten wir nicht ungenutzt lassen.“
Berichten der „Thüringer Allgemeinen“ zufolge zeigen sich Vertreter von Bürgerinitiativen empört über Pläne der Landesregierung, im Land nach Erdwärme zu bohren. Die Bürgerinitiativen befürchten Umweltschäden und bezweifeln die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens.
Machnig erklärte, dass geothermische Bohrungen nicht mit dem umstrittenen Schiefergas-Fracking gleichzusetzen seien. Eine Belastung des Grund- und Trinkwassers sei ausgeschlossen, weil sich das für die Erdwärmegewinnung genutzte Wasser in einem geschlossenen Kreislauf bewege.


