Im Rahmen eines Hochwasserschutzprojekts in Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern sind für die Sanierung des Deichs im Ortsteil Rüterberg rund 1,2 Millionen Euro investiert worden. Das teilte das Landes-Umweltministerium mit. „Für die Bürger in Rüterberg ist ein ca. 460 m langer Deich entstanden, der dem neuesten Stand der Technik und Wissenschaft entspricht. Es ist an der Elbe in MV der erste fertiggestellte Deichabschnitt, welcher nach dem neusten Bemessungshochwasser errichtet wurde. Es schützt ca. 8,5 ha Landesfläche mit Wohnbebauung vor Hochwasser“, erklärte Umweltminister Till Backhaus (SPD).
Die Deichhöhe des Rüterberger Deiches beruhte in der Vergangenheit auf einer Bemessungsgrundlage aus dem Jahr 1983, so das Ministerium. Auf Grund der vergangenen „Jahrhunderthochwasser“ in den Jahren 2002, 2006, 2011 und 2013 sei die Bemessungsgrundlage durch eine 2D-Gewässermodellierung der Elbe neu berechnet und durch Berücksichtigung der genannten Hochwasserereignisse auf einen aktuellen Stand gebracht worden. Dabei habe sich ergeben, dass der Rüterberger Deich um ca. 80 cm zu niedrig ist.
„Bedeutet, im Ereignisfall würde das Wasser 20 cm unter der Deichkrone stehen. Der Stand der Technik besagt aber, dass zwischen einem Bemessungshochwasser und der Deichkrone mindestens 100 cm Luft sein müssen“, erläuterte Backhaus die Notwendigkeit der Maßnahme. Neben den Investitionen in die Verbesserung des Hochwasserschutzes gibt das Land den Angaben zufolge jährlich rund 700.000 Euro Landesmittel für die Unterhaltung der rund 122 km Deiche an der Elbe und im Rückstaugebiet der Elbe aus. Aufgrund dieser regelmäßigen Unterhaltung befinden sich die Hochwasserschutzanlagen laut Umweltministerium in einem guten und wehrfähigen Zustand.




