Mikroplastik gelangt nicht nur über diffuse Einträge, sondern auch direkt und punktuell über industrielle Abwassereinleitungen in den Rhein – das zeigt nach den Worten von Nordrhein-Westfalens Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) eine Studie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK), die er Mitte August vorgestellt hat. „Mikroplastik darf nicht zusammen mit dem anfallenden Abwasser in die Gewässer eingeleitet werden – unser oberstes Ziel muss die Vermeidung von Verlusten aus Herstellungs- und Transportprozessen sein. Das ist ein entscheidender Hebel, um unsere Gewässer wirksam zu schützen“, so der Minister laut Mitteilung des Ministeriums.
Das LANUK habe im Rhein und erstmals auch direkt in den Abwassereinleitungen von Industriestandorten gezielt nach industriell hergestellten Mikroplastikpartikeln – sogenannten Pellets und Beads – gesucht. Im Rhein wurden dem Untersuchungsbericht „Primäres Mikroplastik im Abwasser industrieller Einleiter – eine Pilotstudie am Rhein“ zufolge an neun Messstellen Konzentrationen von 0,6 bis 3,6 primären Mikroplastikpartikeln pro Kubikmeter Wasser festgestellt. Da sich die Einträge im fließenden Gewässer nicht eindeutig einem Emittenten zuordnen ließen, arbeitete das LANUK den Angaben zufolge daran, die Proben direkt an den Einleitungen von Industriestandorten zu entnehmen.
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