Minister Kummer weiht neue Kläranlage Rohr ein

Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW) hat die neue Kläranlage Rohr in Südthüringen eingeweiht. Der Neubau stellt einen wichtigen Schritt in der Modernisierung der Abwasserinfrastruktur im ländlichen Raum dar und trägt maßgeblich zur Verbesserung der Gewässerqualität bei, berichtet das Landesumweltministerium. Das Projekt wurde seit 2023 mit 6,75 Mio. Euro aus dem Abwasserpakt gefördert.

Die Kläranlage Rohr ersetzt demnach die veraltete Anlage des Berufsbildungs- und Technologiezentrums (BTZ) Rohr, die in den 1990er Jahren gebaut wurde und mittlerweile nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Die Anlage hat eine Kapazität für 6.000 Einwohnerinnen und Einwohner und erfüllt höchste Umwelt- und Technologiestandards, beispielsweise durch die energieeffiziente Bauweise der Anlage mit einer optimierten Dachneigung für Photovoltaik und einer reduzierten Anzahl an Pumpen durch eine intelligente Wasserhebung im Hebewerk. In den kommenden Jahren werden auch die Ortschaften Schwarza, Dillstädt und Kühndorf an die neue Anlage angeschlossen.

Nach weiteren Angaben des Ministeriums werden im Jahr 2026 in ganz Thüringen über 70 Abwassermaßnahmen umgesetzt, die den Ausbau der Abwasserinfrastruktur weiter vorantreiben. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 110 Mio. Euro und einer Förderhöhe von etwa 54 Mio. Euro – einschließlich Landes-, Bundes- und EU-Mitteln – stelle der Abwasserpakt eine unverzichtbare finanzielle Unterstützung dar. Der Abwasserpakt wurde 2018 zwischen dem Thüringer Umweltministerium und den kommunalen Aufgabenträgern unterzeichnet, mit dem Ziel, die Gewässerqualität in Thüringen zu verbessern und den Anschlussgrad der Haushalte an zentrale Kläranlagen bis 2030 erheblich zu steigern.

- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -