„Der Wiederaufbau an der Ahr und die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen muss möglichst schnell passieren. Deshalb haben wir ein Konzept entwickelt, das die im Naturschutzrecht vorgesehenen Prüfungen und Genehmigungen erleichtert und die Artenvielfalt vor Ort gewährleistet.“ Das erklärte die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Katrin Eder (Grüne), kürzlich in Langfigtal, wo sie sich Bild über die Wiederherstellung des Naturschutzgebietes Ahrschleife machte.
Mit dem Konzept sollen Planungen schneller genehmigt und Baumaßnahmen schneller durchgeführt werden. Ziel sei es, dass alle Baumaßnahmen am Gewässer in möglichst kurzer Zeit durchgeführt werden. So würden die dort lebenden Arten nur in möglichst geringem Maße gestört und während der Bauphase würden ihnen zudem Ausweichlebensräume geboten. Auch der Wiederaufbau der Natur durch Renaturierung der Auen und Geringhaltung von Eingriffen sei wichtig für den Hochwasserschutz, für Naherholung und Tourismus sowie die gesamtgesellschaftliche Aufgabe des Arten- und Biotopschutzes. Das Naturschutzgebiet Ahrschleife war vor der Flutkatastrophe 2021 eines der artenreichsten in ganz Deutschland. Hier gab es etwa 4.300 Tier- und 1.200 Pflanzenarten, wie hoch das Artenvorkommen derzeit ist, sei aktuell noch unklar.
Vom Lachs über den Eisvogel bis hin zur Wasseramsel und dem Flussneunauge sei die Ahr für viele Tiere ein wichtiger Lebensraum. Nach den Aufräumarbeiten verbleibe die Ahr gewässermorphologisch gesehen weitgehend naturnah und könne sich wieder regenerieren. Fische wie der Lachs seien zurückgekehrt, wenn auch bisher nur in einer geringen Population. Wasseramsel und Eisvogel kehren nach Angaben des Umweltministeriums in die Lebensräume im Uferbereich zurück.




