Zu Jahresbeginn ist das EU-Gesetzespaket „Eine Substanz, eine Bewertung“ (OSOA) in Kraft getreten. Laut einer Mitteilung der Europäischen Kommission sei dies ein wichtiges Ergebnis der Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit. Damit sollen Chemikalienbewertungen in der gesamten EU-Gesetzgebung einheitlicher, transparenter und effizienter werden, was Produkte wie Spielzeug, Lebensmittel, Pestizide und Biozide betrifft. Der neue Rahmen soll auch dazu beitragen, Risiken früher zu erkennen und bei Bedarf schneller Maßnahmen zu ergreifen.
Das Paket „Ein Stoff, eine Bewertung“ besteht aus drei Legislativvorschlägen, einer Verordnung zur Einrichtung einer gemeinsamen Datenplattform für Chemikalien, einer Verordnung zur Neuzuweisung technischer Aufgaben und zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den EU-Agenturen sowie einer Richtlinie zur Neuzuweisung technischer Aufgaben an die Europäische Chemikalienagentur (ECHA).
Kernstück ist eine neue gemeinsame Datenplattform für Chemikalien, die innerhalb der nächsten drei Jahre in Betrieb genommen werden soll. Diese für alle zugängliche Plattform wird als zentrale Drehscheibe dienen und chemische Daten zusammenführen, die im Rahmen verschiedener EU-Rechtsvorschriften erhoben wurden. Sie soll den Behörden ermöglichen, Informationen über Chemikalien leichter wieder zu verwenden und so eine bessere Entscheidungsfindung zu unterstützen.




