Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer hat einen Förderbescheid in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro an die Johannes Lindemann GmbH & Co. KG für die vorbildliche ökologische Aufwertung eines alten Industriegebietes übergeben. Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liege auf der ökologischen Aufwertung des Burggrabenarms und der Harschenfleether Wettern, teilte das Landesumweltministerium Ende Januar mit. Diese Maßnahmen stärkten den regionalen Feuchtbiotopverbund und verbesserten zugleich das innerstädtische Kleinklima.
Ergänzend sei ein nachhaltiges Regenwassermanagement vorgesehen: Niederschlagswasser soll gesammelt und zur Bewässerung der neu entstehenden Grünflächen genutzt werden. Das Projekt für einen grünen Stadtteil in Stade ist den Angaben zufolge eines von insgesamt acht Vorhaben, die in der Förderrichtlinie „Landschaftswerte 2.0“ bewilligt wurden. Ziel des Vorhabens sei es, die biologische Artenvielfalt eines ehemaligen Industrieareals im Stadtgebiet von Stade wiederherzustellen, neue Lebensräume an Gewässern und Biotopen für bedrohte Arten zu schaffen und gleichzeitig einen ökologischen Naherholungsraum mit gutem Wasserhaushalt und Klima unter Einbindung in die umliegenden städtischen Strukturen zu entwickeln. Konkret sei vorgesehen, naturnahe Lebensräume neu anzulegen und zu vernetzen; darunter renaturierte Gewässerabschnitte, Blühflächen, Grünanlagen, Baumpflanzungen sowie Nist- und Quartiermöglichkeiten für Vögel, Fledermäuse und Insekten.
Die Gesamtinvestition des Projekts beläuft sich dem Ministerium zufolge auf rund 3,75 Millionen Euro. Die Zuwendung betrage 70 Prozent bzw. 2,625 Millionen Euro. Davon stammten rund 2,25 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie rund 375.000 Euro aus Landesmitteln. Die Umsetzung des grünen Stadtareas sei für den Zeitraum 2026 bis 2028 geplant.




