Niedersachsen fördert Projekte zur Spurenstoffreduzierung

Zur Reduzierung von Spurenstoffen in Gewässern fördert das Land Niedersachsen Investitionen zur Aus- oder Umrüstung kommunaler Abwasserbehandlungsanlagen mit modernen Technologien. Diese umfassen u.a. Oxidationsverfahren, Aktivkohlefiltration oder Membrantechnologien. Innovative und fortschrittliche Verfahren, die eine ähnliche Reinigungsleistung erbringen, werden ebenfalls unterstützt, heißt es in einer Mitteilung des Landesumweltministeriums. Ziel sei es, Kläranlagen so auszustatten, dass sie Spurenstoffe effizient entfernen und somit zur Verbesserung der Gewässerqualität beitragen können. Die Mittel für drei Förderprojekte in Braunschweig, Delmenhorst und Wolfsburg wurden jetzt vom Land bewilligt.

Umweltminister Christian Meyer (Grüne) erklärte: „Die Belastung von Gewässern durch Spurenstoffe stellt eine wachsende Gefahr für die ökologische Gesundheit und Biodiversität dar. Besonders in urbanen Gebieten können hohe Einträge zu erheblichen Belastungen der Gewässer führen. Kommunale Kläranlagen können dabei oft wesentlich zum Eintrag dieser Stoffe beitragen. Spurenstoffe können schon in geringsten Konzentrationen schädliche Auswirkungen auf die ihnen ausgesetzten Lebewesen haben.“

Die Förderung der Projekte des Abwasserverbands Braunschweig, der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) und der Stadtwerke Delmenhorst sei ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der Spurenstoffbelastung. Für die Vorhaben werden insgesamt 14,5 Millionen Euro bereitgestellt, davon 9,5 Mio. Euro aus EFRE-Mitteln und 5,03 Mio. Euro aus Landesmitteln. Der maximale Fördersatz beträgt 65 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, wobei die Zuwendung je Vorhaben bei maximal fünf Mio. Euro liegt.

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