Vor dem Hintergrund einer verschärften sicherheitspolitischen Lage hat die niedersächsische Landesregierung ihren Dialog zur Stärkung kritischer Infrastrukturen fortgesetzt. Nach Angaben des Landesumweltministeriums wurde im Rahmen der zweiten Dialogrunde insbesondere die enge Verzahnung der drei Sektoren Energie, Wasser und Telekommunikation deutlich. Störungen in einem Bereich können unmittelbare Auswirkungen auf andere Versorgungsbereiche haben und sich schnell systemisch ausweiten. „Wir haben eine neue Weltlage. Es kommt darauf an, die Zusammenarbeit zwischen Energie- und Wasserwirtschaft sowie Sicherheits- und Katastrophenschutzbehörden weiter zu intensivieren, um den Schutz unserer kritischen Infrastrukturen nachhaltig zu verbessern“, erklärte Umweltminister Christian Meyer (Grüne).
Er sagte, die allgemeine Verschärfung der Sicherheitslage erfordere nicht nur eine Verringerung der Abhängigkeiten bei Energielieferungen und eine stärkere Nutzung heimischer erneuerbarer Energien, sondern auch mehr Robustheit und zusätzliche Vorsorge für den Schutz kritischer Infrastrukturen. „Das bedeutet auch: Wir müssen in die Strom-, Wasser- und Telekommunikationsnetze mehr investieren und diese resilienter machen, statt jetzt den Netzausbau auszubremsen “, meinte Meyer auch im Hinblick auf die aktuellen Sparpläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bei der Netzfinanzierung und dem Netzausbau. Er erneuerte dabei auch die Forderung nach mehr Erdverkabelung und betonte die strategische Bedeutung der Energiewende für die Versorgungssicherheit.
Auch im Bereich Wasserversorgung sei eine eigenständige Energieversorgung möglich, erklärte der Umweltminister. Lesen Sie weiter..........




