Niedersachsen und die Niederlande wollen ihre Zusammenarbeit im Wassermanagement angesichts der Folgen des Klimawandels vertiefen. Auf einer ersten gemeinsamen Wasserkonferenz des niedersächsischen Umweltministeriums und des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft berieten Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis über Strategien für eine nachhaltige und klimaresiliente Wasserbewirtschaftung.
Im Mittelpunkt standen laut dem Umweltministerium gemeinsame Herausforderungen wie zunehmende Dürren, Starkregen, Hochwasser und Niedrigwasser sowie die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, ein nachhaltiger Umgang mit Wasser und die Renaturierung von Gewässern. Da Flüsse keine Verwaltungsgrenzen kennen, seien abgestimmte Maßnahmen erforderlich. Umweltminister Christian Meyer (Grüne) verwies auf den Masterplan Wasser und das neue niedersächsische Wassergesetz als Grundlage für eine resilientere Wasserversorgung. Zugleich betonte er die Notwendigkeit einer engeren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, um Wasserversorgung, Hochwasserschutz und den Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen langfristig zu sichern. Der niederländische Generaldirektor Jaap Slootmaker hob hervor, dass Wasser grenzüberschreitend gedacht werden müsse. Künftig müssten die natürlichen Funktionen von Wasser und Boden stärker in die Raumplanung einbezogen werden. Ziel sei es, den gemeinsamen Kurs in konkrete Vereinbarungen und gemeinsame Projekte zu überführen.
Die Konferenz soll den Auftakt für eine langfristige, strukturierte Kooperation bilden. Geplant sind unter anderem gemeinsame Projekte, abgestimmte Maßnahmen sowie ein intensiver Austausch von Daten und Erfahrungen.




