Potsdam will die Ressource Regenwasser im neuen Potsdamer Stadtquartier Krampnitz optimal in den öffentlichen Grünflächen nutzten. Mit einem Konzept für das Regenwassermanagement soll das jetzige Entwässerungskonzept für den neuen Stadtteil erweitert werden, teilte der stadteigene Unternehmensverbund ProPotsdam mit. Das Entwässerungskonzept ist Gegenstand der durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Masterplanung für Krampnitz.
Das Entwässerungskonzept sehe vor, dass Regenwasser durch verschiedene Maßnahmen zurückgehalten wird und verdunsten kann, beispielsweise in Mulden-Rigolen-Systemen und auf Gründächern. Das Regenwassermanagement-Konzept soll aber noch einen Schritt weiter gehen und nach Maßnahmen und Verfahren suchen, mit denen die Ressource Wasser künftig so effizient wie möglich genutzt werden kann.
Besondere Herausforderung durch lehmhaltigen Boden
„Die Versickerung von Regenwasser stellt in Krampnitz aufgrund des lehmhaltigen Bodens eine besondere Herausforderung dar, der wir bereits jetzt mit innovativen Lösungen begegnen. Dazu zählen unter anderem die straßenbegleitend errichteten Regengärten, in denen Wasser gesammelt und versickert wird“, erklärte Bert Nicke, Geschäftsführer der Entwicklungsträger Potsdam GmbH (ETP), die für Planung und Koordinierung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme zuständig ist. „Im Rahmen des Förderprojektes ‚InnoWasPo – Innovatives Wassermanagement zur Klimaanpassung zum Erhalt von Grünanlagen und historischen Parks in Potsdam‘ suchen wir nun nach Ideen, wie das vor Ort anfallende Regenwasser zum Beispiel in den Parkanlagen gesammelt, gereinigt, versickert oder gespeichert und genutzt werden kann“.
Konzept soll im ersten Halbjahr 2025 abgeschlossen sein
Die Erstellung des Konzeptes, die mit Mitteln des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert werde, soll im ersten Halbjahr 2025 abgeschlossen sein. Flankiert werde das Konzept von einer Reihe bodenkundlicher Untersuchungen vor Ort und vertiefenden Fachplanungen für ausgewählte öffentliche Freiräume in Krampnitz. Der Entwicklungsträger Potsdam sucht den Angaben zufolge derzeit mittels öffentlicher Ausschreibung nach Expertinnen und Experten, die ein Konzept für das Regenwassermanagement in Krampnitz erarbeiten. Weitere Informationen zur Ausschreibung gibt es online auf dem Vergabemarktplatz Brandenburg.
Die Landeshauptstadt Potsdam will laut ProPotsdam die ehemalige Kaserne Krampnitz zu einem modernen Stadtquartier zu entwickeln. In den kommenden Jahren werde in Krampnitz ein attraktiver Stadtteil für rund 10.000 Menschen entstehen. Die ProPotsdam GmbH ist mit der Durchführung der Maßnahme zu beauftragt worden.




