Projekt ERMES-ii zeigt weiterhin starke Belastung des Grundwassers am Oberrhein

59 % der Messstellen überschreiten festgelegte Grenzwerte für Trinkwasser

Das Grundwasser im Einzugsgebiet des Oberrheins ist durch Pestizide, Arzneimittelrückstände und Ewigkeitschemikalien (PFAS) erheblich belastet. Zu diesem Ergebnis kommt das grenzüberschreitende Oberrhein-Projekt  „ERMES-ii Rhein 2022-2025“, in dessen Rahmen das Grundwasser an 1.497 Messstellen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, dem Elsass bis zur Schweizer Grenze untersucht wurde. Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hat die Studie Anfang Mai vorgestellt.

An 65 Prozent der insgesamt 454 untersuchten Messstellen in Baden-Württemberg wurde den Angaben zufolge mindestens ein gemeinsamer Trinkwassergrenzwert überschritten. Der Wert bezieht sich auf das Roh- beziehungsweise Grundwasser im Oberrheingraben und ist nicht mit der Qualität des Trinkwassers gleichzusetzen, betont die LUBW. Das in Baden‑Württemberg verteilte Trinkwasser erfülle weiterhin die Anforderungen der Trinkwasserverordnung und könne bedenkenlos genutzt werden. Insgesamt überschritten 59 Prozent der Messstellen festgelegte Grenzwerte für Trinkwasser.

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