Projektstart im Thüringer Wald zu Gebirgsbachökosystemen

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „chance.natur“ ist jetzt im Thüringer Wald das Naturschutzgroßprojekt der Naturstiftung David zur Wiederherstellung naturnaher Bachoberläufe gestartet. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Bettina Hoffmann (Grüne), erklärte bei der Auftaktveranstaltung im Bahnhof Rennsteig, dass sich das Projektgebiet durch seine bemerkenswert reichhaltige und vielfältige Natur auszeichne. Hier gebe es eine Vielzahl an natürlichen Lebensräumen mit seltenen Tier- und Pflanzenarten, die bundesweit stark gefährdet seien. Der Bund beteilige sich an den Gesamtkosten der Planungsphase für das Vorhaben mit mehr als einer Mio. Euro.

Projektziel ist nach Angaben des Ministeriums, das abwechslungsreiche Mosaik aus Gebirgsbachökosystemen, eingestreuten Mooren und Bergwiesen sowie Buchen- beziehungsweise Bergmischwäldern in dem rund 6.500 Hektar großen Projektgebiet erhalten und naturnah weiterzuentwickeln. Naturferne Gewässerabschnitte sollen renaturiert, geschädigte Moore revitalisiert und verbuschte Bergwiesen wiederhergestellt werden. Als lebensraumübergreifende Leitart gilt der Schwarzstorch.

Der zentrale Fokus liegt auf einem rund 550 Kilometer umfassenden Netz von Quellbächen und Bachoberläufen im Thüringer Wald. So soll die ökologische Durchgängigkeit des gesamten Gewässernetzes im Projektgebiet wiederhergestellt werden, damit die möglichst ungehinderte Wanderung von Fischen und wirbellosen Kleinlebewesen bachauf und bachab zwischen ihren Nahrungs-, Laich- und Rückzugslebensräumen gewährleistet ist....

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