Ramelow: Pumpspeicherkraftwerke müssen neu bewertet werden

Der Betrieb von Pumpspeicherkraftwerken (PSW) muss nach Auffassung des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) wieder wirtschaftlicher werden. Dazu bestehe Regelungsbedarf beim Bund. Die Anlagen, von denen es im bundesweiten Vergleich besonders viele in Thüringen gibt, sollten nicht wie Kraftwerke, sondern wie Stromspeicher behandelt werden, sagte Ramelow beim ersten Treffen der Thüringer Landesregierung mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) auf Schloss Ettersburg bei Weimar. Sie müssten endlich eine Wertschätzung erfahren. Habeck sagte eine Prüfung zu.

Thüringen verfüge mit der Anlage in Leibis in Südthüringen über das größte Pumpspeicherkraftwerk in Deutschland. Auch an den Saaletalsperren gibt es kleinere Anlagen. Bei einem Überangebot an Strom pumpen sie Wasser von unten in ein höher gelegenes Becken. Wird Strom gebraucht, wird das Wasser abgelassen, treibt Turbinen an und liefert wieder Strom. „Es handelt sich um Speicher. Entsprechend müssten sie in die Netzarchitektur eingebaut werden“, sagte Ramelow. Der Regierungschef verwies darauf, dass es in den vergangenen Jahren zwei Neubauprojekte in Thüringen gab, die platzten. So war 2018 der Bau eines Pumpspeicherkraftwerks im Thüringer Wald durch die Aachener Trianel-Gruppe gestoppt worden....

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