Regionales Verbundnetz Westeifel in Betrieb gegangen: Vorbildfunktion für Deutschland

Integriertes System zur Trinkwasser-, Energie- und Breitbandversorgung

In Prüm ist das Regionale Verbundnetz Westeifel offiziell in Betrieb genommen worden. Das auch als „Eifelpipeline“ bekannte spartenübergreifende Infrastrukturprojekt sei bundesweit einmalig, teilten die Stadtwerke Trier (SWT) mit. Das Projekt, das seit 2018 in der Westeifel realisiert werde, verbinde die Trinkwasser- und Energieversorgung sowie die Digitalisierung der Region in einem integrierten System und sichere damit die nachhaltige Versorgung der Menschen im Projektgebiet.

Laut SWT besteht das Verbundnetz aus einer Nord-Süd-Trasse über 83 km von der nordrhein-westfälischen Grenze bis nach Trier. Durch die Nutzung des natürlichen Geländeverlaufs könne Trinkwasser in Zukunft effizient von Nord nach Süd fließen, wodurch jährlich eine Gigawattstunde Strom eingespart werden könne. Darüber hinaus erzeuge das System durch den Einsatz von Turbinen zusätzlichen grünen Strom.

Ein zweiter Abschnitt verläuft auf 45 km in West-Ost-Richtung von der Verbandsgemeinde (VG) Wittlich-Land bis in die VG Bitburger Land, teilten die SWT weiter mit. Auf diesem Abschnitt werde Biogas aus sieben Biogasanlagen gesammelt und nach Bitburg in eine zentrale Aufbereitungsanlage geleitet, wo es dann als Biomethan ins Erdgasnetz eingespeist wird. Auf allen Trassenabschnitten sei zudem parallel eine Glasfasertrasse mitverlegt worden. Damit schaffe das Infrastrukturprojekt die Grundlage für eine flächendeckende Breitbandversorgung und ermögliche die smarte Steuerung der Energie- und Wasserinfrastruktur.

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