Renaturierungsprojekt am Lech in Augsburg muss laut BN schnellstmöglich kommen

Stellungnahme im Rahmen der Planfeststellung „Licca liber Abschnitt I“

Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) unterstützt das Projekt Licca liber im Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg und hat im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens „Licca liber Abschnitt I“ am Lech zwischen der Staustufe 23 und dem Hochablass eine Stellungnahme abgegeben. Es sei eines der wichtigsten Flussrenaturierungsprojekte Bayerns und von herausragender, landesweiter Bedeutung für den Naturschutz. Es bestehe die Chance, dass zumindest kleinräumig wieder dynamische, wildflusstypische Lebensräume entstehen können, in denen die entsprechenden Arten dauerhaft einen Lebensraum finden können, heißt es in der Stellungnahme.

Das Projekt erfülle zahleiche Gemeinwohlfunktionen wie Klima-, Hochwasser-, Grundwasser und Trinkwasserschutz. Rezente Flussauen können laut dem BUND langfristig große Mengen Kohlenstoff binden und breite Flussbetten sowie wieder angebundene Auen seien der beste natürliche Hochwasserschutz. Ein breites Flussbett und überschwemmte Auen seien wesentlich für die Grundwasserneubildung. Im Gegensatz dazu entziehe ein eingetiefter, kanalisierter Fluss dem Umland das Grundwasser, und ein qualitativ und mengenmäßig gutes Grundwasserangebot sei entscheidend für die Trinkwasserversorgung. An den Fluss angebundene Auen könnten als Reservoir Wasser wie ein Schwamm speichern und es in langen Trockenperioden langsam wieder abgeben.

Wie der BN berichtet, setze er sich seit über 20 Jahren gemeinsam mit den Partnerverbänden der Lechallianz für eine Renaturierung des Lechs im Augsburger Stadtwald ein. Erfahren Sie mehr..........

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