Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat kürzlich Pläne zur Revitalisierung des Stockstadt-Erfelder Altrheins vorgestellt. Insgesamt 56 Maßnahmen sollen im landeseigenen Altrheinarm auf einer Strecke von acht km umgesetzt werden. Durch die naturnahe Gestaltung von Bett und Ufer soll die Struktur des Gewässers verbessert werden.
Wie das RP berichtet, ist das Land Hessen als Eigentümerin für den Stockstadt-Erfelder Altrhein auf einer Länge von knapp sieben km zwischen dem Rheinzulauf bei Biebesheim am Rhein und der Modau-Mündung bei Stockstadt am Rhein unterhaltspflichtig. Das beinhalte, den Gewässer-Abschnitt gemäß EU-Vorgaben in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen. Da das Gebiet in einem naturschutzfachlich wertvollen Bereich liegt, wurden in Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden Erhebungen in den betroffenen Schutz-Gebieten durchgeführt, deren Erhalt wesentlicher Teil der Planung ist.
Der Stockstadt-Erfelder Altrhein befindet sich in direkter Nachbarschaft zu den Schutzgebieten der Kühkopf-Knoblauchsaue. Im Altrhein herrschen stillwasserartige Abflussverhältnisse mit geringer Strömungsdynamik. Grund dafür ist dem Regierungspräsidium zufolge, dass der Rückstau des Rheins und das geringe Gefälle des Altrheins den Abfluss stark reduzieren. Der Altrhein verlandet, was auch durch den Eintrag von Kies, Sand und Feinmaterialien aus Rhein sowie Modau verstärkt wird.




