Die rheinland-pfälzische Landesregierung fördert ein neues Wasserverbundsystem und die Gründung eines Clusters von Wasserversorgern im Norden des Landes. Sechs Wasserversorger hätten hierzu eine Absichtserklärung unterzeichnet, um sich gegenseitig bei Engpässen zu unterstützen, teilte das Umweltministerium in Mainz mit. Im Einzelnen seien das der RheinHunsrück Wasser Zweckverband, die Verbandsgemeindewerke Weißenthurm, die Stadtwerke Andernach, das Wasserwerk Koblenz/Weißenthurm, der Wasserversorgungszweckverband Maifeld-Eifel und die Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein. Das Ministerium gewährt dem Cluster eine Anschubfinanzierung in Höhe von 50.000 Euro.
Bisher sind zehn neue Verbundleitungen in Planung, so das Ministerium. Dabei würden die Leitungsnetze der einzelnen Wasserversorger durch weitere Rohre miteinander verknüpft und mit neuen Pumpstationen ausgestattet, um das Wasser in verschiedene Richtungen zu leiten. „Wir müssen die Erderhitzung stoppen und uns gleichzeitig an die Folgen des Klimawandels anpassen und Vorsorge treffen“, betonte Umweltministerin Katrin Eder (Grüne). Dies gelte besonders für sauberes Trinkwasser. Den vom Landesumweltministerium initiierten Pakt zur resilienten Wasserversorgung hätten bereits 120 Wasserversorger unterzeichnet, die sich dazu verpflichten, Maßnahmen zu ergreifen, damit auch in Extremsituationen von langanhaltender Trockenheit bis hin zu Cyberattacken ausreichend Trinkwasser vorhanden ist.
Die Unterzeichner unterziehen sich außerdem einer systematischen Standortanalyse zur Notfallvorsorge, in der etwaige Schwachpunkte und Lösungsansätze beschrieben werden, erklärte das Ministerium. Die Kosten von rund 5.000 Euro pro Kommune übernehme das Ministerium in voller Höhe. Bereits vor der Schließung des Pakts zur resilienten Wasserversorgung hätten sich rund 20 Wasserversorger diesem Check unterzogen. Das seien mehr als 70 Prozent der Wasserversorgungsunternehmen in Rheinland-Pfalz.
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