Rheinland-Pfalz verlängert den Kommunalen Klimapakt (KKP). Wie das Landesklimaschutzministerium kürzlich bekannt gab, erhalten die Kommunen für weitere zwei Jahre kostenfreie Intensivberatung bei der Umsetzung von kommunalem Klimaschutz und Maßnahmen, die die Menschen vor Ort besser auf den Klimawandel vorbereiten.
„Kommunen wissen am besten, an welchen Stellen Hitze oder Starkregen zum Problem werden können. Sie haben eine herausragende Rolle, Mensch und Umwelt vor den Auswirkungen der Erderwärmung zu schützen. Dabei unterstützen wir sie“, erklärte Klimaschutzministerin Katrin Eder (Grüne). Eine entsprechende Fortführung wurde von allen Partnern des KKP unterzeichnet. Dazu gehören neben dem Klimaschutzministerium als federführendes Haus auch die kommunalen Spitzenverbände und der Verband der kommunalen Unternehmen (VKU) sowie das Innen- und das Wirtschaftsministerium.
Dem Klimapakt sind seit seiner Vorstellung am 29. November 2022 bereits 85 Prozent aller Kommunen in Rheinland-Pfalz beigetreten. Per Ratsbeschluss bekennen sie sich zu den Klimaschutzzielen des Landes. Durch den Beitritt profitieren sie nach Angaben des Ministeriums von kostenlosen Unterstützungsangeboten. Die Energieagentur und das Klimawandelkompetenzzentrum bieten individuelle Beratungen, die auf die individuellen Bedarfe vor Ort eingehen. Gibt es dann konkrete Pläne, helfen beide Institutionen bei der Umsetzung der Projekte sowie bei der Beantragung von Fördergeldern.
„In den vergangenen zwei Jahren haben die Energieagentur und das Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen in rund 100 Landkreisen, kreisfreien Städten und verbandsfreien Gemeinden und Verbandsgemeinden Beratungsgespräche geführt. Die individuelle und bedarfsorientierte Beratung durch die beiden Institutionen bleibt auch in den kommenden zwei Jahren das Herzstück des Kommunalen Klimapakts“, so die Ministerin.
Eine Evaluation nach zwei Jahren Kommunaler Klimapakt hat vier Bereiche identifiziert, in denen sich die Unterstützungsleistungen in den kommenden Jahren fokussieren werden. Dazu zählen Beratung und Projektbegleitung, klimagerechte Kommunalentwicklung, kommunale Finanzen und Finanzierung sowie Netzwerke und Wissenstransfer. Der Klimapakt sei gleichzeitig auch ein Netzwerk, in dem Best-Practice-Beispiele ausgetauscht werden können. Die Vereinbarung über die Fortschreibung betone, dass in den vier einzelnen Bereichen vor allem Synergien zwischen bereits vorhandenen Angeboten hergestellt und hervorgehoben werden.




