Niederländische Wasserversorger, die zur Trinkwassergewinnung auf Wasser aus dem Rhein angewiesen sind, haben in Deutschland Grenzwerte für die Einleitung von PFAS in den Rhein gefordert. Ein entsprechendes Schreiben hat der niederländische Verband der Flusswasserwerke RIWA-Rijn an Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) verschickt. Mit PFAS-Einleitungen verstoße Deutschland gegen Vereinbarungen zur Wasserqualität, die in der eigenen nationalen und europäischen Gesetzgebung festgelegt sind, kritisiert der Verband. Niederländische Bürger und Unternehmen hätten in den kommenden Jahren einen steigenden Bedarf an sauberem Trinkwasser, dessen Gewinnung durch die industriellen Einleitungen in Deutschland immer teurer werde.
In dem Brief erinnern die in RIWA-Rijn zusammengeschlossenen Trinkwasserversorger daran, dass die Bundesregierung zusammen mit den Niederlanden, Dänemark, Norwegen und Schweden Mitinitiator eines europäischen PFAS-Verbots ist. „Die deutsche Regierung ist der Ansicht, dass PFAS-Verbindungen so schädlich sind, dass sie europaweit verboten werden sollten“, sagte RIWA-Rijn-Direktor Gerard Stroomberg. „Wir fordern die Ministerin auf, schon jetzt Grenzwerte für die Einleitung von PFAS-Verbindungen in den Rhein festzulegen, bis das PFAS-Verbot in Kraft tritt.“ Die Trinkwasserquelle für fünf Millionen Menschen in den Niederlanden verdiene ein höchstmögliches Schutzniveau.
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