Das Regierungspräsidium (RP) Tübingen hat die wasserrechtliche Erlaubnis für die Kläranlage Langwiese in Ravensburg erteilt, die mit einer Kapazität von 184.000 Einwohnerwerten als größte Kläranlage im Regierungsbezirk vom Abwasserzweckverband Mariatal betrieben wird. Dieser umfasst die Kommunen Ravensburg, Weingarten, Baienfurt und Berg. Zur Einleitung von gereinigtem kommunalem Abwasser in die Schussen habe die Behörde nun ihr „grünes Licht“ erneuert, da die Befristung der bestehenden Zulassung auslief, berichtet das RP. Die neue Einleiterlaubnis ist bis zum 31. Dezember 2039 gültig.
Die Anlage Langwiese leitet das gereinigte Abwasser in die Schussen ein, die etwa 15 km stromabwärts bei Langenargen in den Bodensee mündet. Die Kläranlage fällt damit in den Geltungsbereich der Bodensee-Richtlinien, die zum Schutz des Sees erhöhte Anforderungen an die Abwasserreinigung stellen. Die dort festgelegten Werte werden von der Kläranlage seit Jahren deutlich unterschritten, heißt es seitens des Regierungspräsidiums. So lag beispielsweise die mittlere Phosphorkonzentration des eingeleiteten Abwassers im Jahr 2023 bei ca. 0,1 mg/l und damit deutlich unter den von der Bodensee-Richtlinie vorgegebenen 0,3 mg/l. Die bundesweit geltende Anforderung von 1 mg/l werde hier deutlich unterschritten. Allein 2023 habe die Kläranlage Langwiese damit über 80 Tonnen Phosphor aus dem Abwasser des Einzugsgebiets entnommen.
Durch die Erweiterung der Kläranlage im Jahr 2013 um die vierte Reinigungsstufe werden bereits seit elf Jahren auch Spurenstoffe mittels Pulver-Aktivkohle aus dem Abwasser entfernt. Erfahren Sie mehr darüber.........




