Saarwellingen setzt auf Abwasser als Wärmequelle

Die Gemeinde Saarwellingen setzt als erste saarländische Kommune auf Abwasser als Wärmequelle und plant, die neue Festhalle und das Rathaus mit Wärme und Kälte zu versorgen. Ein entsprechender Vertrag wurde am 6. November von Kommune und Entsorgungsverband Saar (EVS) als Inhaber und Betreiber des Hauptsammlers unterzeichnet, geht aus einer gemeinsamen Mitteilung von Gemeinde und EVS hervor.

Bereits im Jahr 2013 wurde demnach der betroffene Hauptsammlerabschnitt erneuert und im Hinblick auf die künftige Energienutzung etwas größer im Umfang bemessen, um später am Boden des Kanalrohrs den benötigten Wärmetauscher platzieren zu können. Dieser besteht aus Edelstahlplatten mit einem integrierten Röhrensystem, das als Wärmetauscher fungiert. Die dem Abwasser über den Wärmetauscher entzogene Wärme gelangt in eine Wärmepumpe. Die wiederum liefert Energie für eine Heizungsanlage. Umgekehrt kann mit dem System auch gekühlt werden.

Erwartet wird, dass sich die Festhalle zu einem großen Teil über Energie aus Abwasser mit Wärme und Kälte versorgen kann. Man geht derzeit von einer effektiven Nutzleistung von etwa 60 kW aus. In Verbindung mit einer PV-Anlage auf dem Dach der Festhalle wäre die Heizungsanlage CO2-neutral.

Die Kosten für Einbau, Betrieb, Wartung und Störungsbeseitigung des Systems trägt die Gemeinde. Der EVS stellt den Hauptsammler zur Platzierung des Wärmetauschers kostenfrei zur Verfügung.

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