Sachsen will die Wasserversorgung zukunftssicher machen und erhöht deshalb die Förderung. „Wir brauchen eine Wasserversorgung, die auch angesichts der Klimakrise stabil ist“, erklärte Umweltstaatssekretärin Gisela Reetz nach der Kabinettssitzung in Dresden. Deshalb unterstütze man künftig die Versorger auf ihrem Weg zu einer dem Klima angepassten Wasserwirtschaft.
Bislang habe es die Annahme gegeben, Wasser sei kontinuierlich verfügbar, sagte Reetz. Deshalb habe man sich in den vergangenen Jahrzehnten vor allem auf die Verbesserung der Wasserqualität fokussiert. Mittlerweile könne man aber nicht mehr davon ausgehen, dass Wasser jederzeit in ausreichender Menge und ausreichender Güte vorhanden ist. „Die Herausforderung für die Kommunen sehen wir.“
Versorgung wird zu einer immer komplexeren Aufgabe
„Die Wasseraufbereitung und -verteilung wird immer anspruchsvoller“, betonte die Staatssekretärin. Gleichzeitig seien die Einflüsse der Klimakrise schwer zu prognostizieren und regional sehr unterschiedlich. Das spüre man vor allem in den ländlichen Regionen. Eine sichere, bezahlbare und leistungsfähige Versorgung für die Bevölkerung und die Wirtschaft mit Trinkwasser und Brauchwasser werde zu einer immer komplexeren Aufgabe, eine sichere Wasserversorgung immer mehr zu einem Standortfaktor.
Verbundlösungen werden gefördert
Gefördert würden nun unter anderem Investitionen in regionale und überregionale Verbundlösungen zwischen Versorgungssystemen - etwa zwischen Talsperren. Reetz erinnerte daran, dass 2020 der Wasserspiegel in der Talsperre Cranzahl wegen der Dürre so weit abgesunken war, dass man Trinkwasser aus umliegenden Brunnen und anderen Quellen in die Talsperre überleiten musste.
Förderfähig seien ferner der Ausbau von Wasserversorgungsanlagen, Investitionen zur Sicherung der Wassergüte und Maßnahmen, die der Not- und Krisenvorsorge dienen. Auch die Wasserqualität könne sich durch den Klimawandel verschlechtern, hieß es. Die Förderung für Kommunen oder Zweckverbände speise sich aus der Abgabe für die Wasserentnahme. Nach Angaben von Reetz sind derzeit etwa 30 bis 40 Millionen Euro in dem Fördertopf. (dpa)




