Falsche Rahmenbedingungen und konkurrierende Anreize für die Adressaten des Düngerechts tragen dazu bei, dass die Ziele des Gewässerschutzes in Bezug auf Nitrat in Deutschland nicht erreicht werden. Diese Feststellung trifft der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in seinem Mitte Juni veröffentlichten Sondergutachten. Zum einen sei es generell schwierig, Belastungen der Gewässer oder des Grundwassers einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben als Verursacher zuzuordnen, schreibt das Beratungsgremium der Bundesregierung.Zum anderen bestünden in der Landwirtschaft eine Reihe Anreize, die mit einem umweltschonenden Einsatz von Düngemitteln konkurrierten.
Die Ausgestaltung des deutschen Düngerechts führt nach Auffassung des Sachverständigenrats zu mangelnden Anreizen für die Adressaten der Regulierung – insbesondere für die Landwirtinnen und Landwirte –, sich rechtskonform zu verhalten, kritisiert der SRU.
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