Sanierung der Talsperre Ratscher läuft planmäßig

Die Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) Ratscher schreitet nach Angaben des Thüringer Umweltministeriums wie geplant voran. Thüringen investierte hier rund sechs Millionen Euro aus dem Landeshaushalt in eines der wichtigsten Hochwasserrückhaltebecken des Freistaats, wie das Ministerium mitteilte. „Die Talsperre Ratscher ist für den Hochwasserschutz in unserer Region unverzichtbar – und gleichzeitig ein beliebter Naherholungsraum“, sagte Umweltminister Tilo Kummer. Der Wieder-Einstau sei bereits durchgeführt worden. Jens Sauerwein, Leiter Stauanlagen Mittelthüringen der Thüringer Fernwasserversorgung, ergänzt: „Wir haben die Dammkrone inzwischen mit neuen Fundamenten für die Wellenumlenker ausgestattet, die Wellenumlenker selbst als Fertigteile hergestellt und die wasserseitige Dichtung im schon zurzeit überstauten Bereich instandgesetzt“.

Seit Frühjahr 2025 werden den Angaben zufolge umfassende Instandsetzungsmaßnahmen umgesetzt. Zu den zentralen Baumaßnahmen gehören laut Ministerium dabei die Erhöhung der rund 630 Meter langen Dammkrone, die vollständige Erneuerung der Schutzschicht der wasserseitigen Asphaltbetonaußendichtung sowie die Anpassung der Anlage an künftig höhere Bemessungsgrenzen für Hochwasserereignisse. Während der Arbeiten musste das Becken dem Ministerium zufolge entleert werden; Tonnen von Silberkarpfen seien abgefischt worden, um den Wasserablass zu ermöglichen. Die Hochwassersicherheit blieb während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Das HRB Ratscher wirke im Verbund mit der Talsperre Schönbrunn und dem Hochwasserrückhaltebecken Grimmelshausen, um Unterlieger wie Themar zuverlässig zu schützen. Der Abschluss der Sanierungsarbeiten sei bis Ende 2026 geplant.

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