Schleswig-Holstein plant mehr PFAS-Schutz fürs Grundwasser

Schleswig-Holstein will als erstes Bundesland den Einsatz PFAS-haltiger Pflanzenschutzmittel in sämtlichen Wasserschutzgebieten verbieten. Eine entsprechende Verordnung befindet sich bereits im Anhörungsverfahren und könnte nach Angaben des Umweltministeriums Ende des Sommers in Kraft treten. Ziel der Landesregierung ist es, den Eintrag von PFAS in Böden, Grundwasser und letztlich auch in die Trinkwasserversorgung zu reduzieren. Im Norden seien diese Stoffe mittlerweile überall nachzuweisen, erklärte Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne).

Besondere Bedeutung hat das Thema für die Trinkwasserversorgung des Landes, da Schleswig-Holstein sein Trinkwasser ausschließlich aus Grundwasser gewinnt. PFAS und TFA lassen sich bei der Trinkwasseraufbereitung nur mit erheblichem technischem und finanziellem Aufwand entfernen. Aus Sicht des Umweltministeriums ist daher ein vorbeugender Schutz der Wasserressourcen besonders wichtig.

Geplant ist ein sofortiges Verbot für 19 PFAS-haltige Pflanzenschutzmittel, für die nach Angaben des Ministeriums bereits Alternativen verfügbar sind. Für weitere acht Wirkstoffe soll eine Übergangsfrist bis 2035 gelten, während für drei weitere Stoffe kulturartspezifische Übergangsregelungen vorgesehen sind. Lesen Sie weiter..........

Weiterlesen mit

Sie können diesen Artikel nur mit einem gültigen Abonnement und nach erfolgter Anmeldung nutzen. Registrierte Abonnenten können nach Eingabe ihrer E-Mail-Adresse und ihres Passworts auf alle Artikel zugreifen.
- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -