Die Revitalisierung der Elz ist Ende April mit dem symbolischen Spatenstich gestartet worden. Der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Freiburg (RP) verlegt auf einer Strecke zwischen Emmendingen und Denzlingen bestehende Hochwasserdämme und gibt der Elz damit deutlich mehr Raum, teilte das Regierungspräsidium Freiburg mit. Durch die Dammrückverlegungen entstehen zusätzliche Überflutungsflächen, naturnahe Flussabschnitte und neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf geschätzt rund 15 Millionen Euro. Bund, Land, die Stadt Emmendingen und die Gemeinde Denzlingen finanzieren das Projekt gemeinsam.
Die Dammrückverlegung gilt dem Regierungspräsidium zufolge als anspruchsvollste und zugleich wirksamste Maßnahme der heutigen Wasserwirtschaft, weil sie mehrere Ziele vereint: zusätzlichen Hochwasserrückhalt in der Fläche, eine naturnahe Gewässerentwicklung, die Schaffung neuer Lebensräume für Pflanzen und Tiere sowie eine verbesserte Grundwasserneubildung. In ausgewählten Abschnitten verbessere die Dammrückverlegung zudem den Zugang zum Gewässer und erhöhe damit die Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung.
Bereits im Jahr 2010 entwickelte das RP nach eigenen Angaben erste Konzepte für Dammrückverlegungen an der Elz; 2016 wurden Referenzprojekte zwischen Riegel und Köndringen fertiggestellt. Im Jahr 2017 fassten die Stadt Emmendingen und die Gemeinde Denzlingen ihre Grundsatzbeschlüsse zur Beteiligung an der Dammrückverlegung. Nach einer breiten Öffentlichkeits- und Jugendbeteiligung in den Jahren 2020 und 2021 sowie dem Abschluss aller Vorarbeiten, darunter die Verlegung einer Gasleitung und Dammertüchtigungen oberhalb des Kollmarsreuter Wehrs, habe Anfang 2026 die eigentliche Umsetzung begonnen. Die Fertigstellung sei für das Jahr 2029 geplant.




