Studie: Kein flächendeckender Wassermangel durch Ausbau grüner Wasserstoffproduktion

DIW untersucht Einfluss von Wasserverfügbarkeit auf Wasserstoffhochlauf

Trotz steigenden Wasserbedarfs durch den Ausbau der grünen Wasserstoffproduktion droht in Deutschland kein flächendeckender Wassermangel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Modellergebnisse für das Jahr 2030 hätten gezeigt, dass der Wasserbedarf der Elektrolyse in Deutschland gemessen am gesamten Wasserverbrauch in fast allen Szenarien und Bundesländern gering ausfalle und kein Hindernis für den geplanten Hochlauf darstelle, teilte das DIW Berlin mit.

Zwar könne regionaler Wasserstress die Standortwahl für Elektrolyseure beeinflussen. Die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und der Ausbau des Wasserstoffpipelinenetzes seien aber entscheidendere Faktoren. Dana Kirchem, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im DIW Berlin, hat die Studie gemeinsam mit Astrid Cullmann, Franziska Holz und Leonard Bösch erstellt.

Bei der Elektrolyse wird Wasser mit Hilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Stammt der Strom aus erneuerbaren Quellen, spricht man von „grünem“ Wasserstoff. Das Wasser kann aus Grund- oder Oberflächengewässern entnommen werden. Für die Elektrolyse muss es zu Reinstwasser aufbereitet werden. Für ein Kilogramm Wasserstoff werden rund neun Liter Reinstwasser benötigt und zusätzlich Wasser für die Kühlung, da bei der Aufspaltung von Wasser in Wasser- und Sauerstoff Wärme freigesetzt wird.

Mehr über die Studie des DIW Berlin erfahren Sie hier...

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